Typisch, stylisch, Alpenstyler!

Alpenüberquerung - Wo starte ich, was brauche ich?


Ein Artikel von Marcel Bacher, CEO

Die Alpenüberquerung hat schon eine lange Geschichte und wurde besonders in den letzten Jahren immer beliebter! Da es kleinere bis größere Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zu bewältigen gibt, zieht eben genau diese ganz besondere Art von Weitwanderungen so viele Menschen aus ganz Europa an. Gerade zum Entschleunigen oder einfach dem stressigen Alltag entfliehen – Die Alpenüberquerung tut Körper und Seele gut!

Bevor man sich auf die mindestens einwöchige Wanderschaft begibt, muss man sich noch einige sehr wichtige Fragen stellen, wie zum Beispiel: „Wann ist der beste Zeitpunkt zu starten? Welche Ausrüstung nehme ich mit? Gehe ich alleine oder in Begleitung und warum?"  und so weiter!

Es gibt mehrere Routen von leicht bis schwierig. Genaugenommen gibt es acht bekannte Routen von 140km (E5 – die am meist begangene Route) bis 1000km (GTA-hier brauchst du ZEIT und Durchhaltevermögen!). Jede Strecke hat ihre ganz besonderen Etappen, Aussichtspunkte und „Must-Sees“.

Bevor wir starten, gibt es jedoch noch einige Fragen zu beantworten:

Wann ist die richtige Jahreszeit für eine Alpenüberquerung?

Von den Monaten August bis September. Zu dieser Zeit ist auch in den höhergelegenen Regionen der Schnee schon geschmolzen!

Welche Routen gibt es und welche davon nehme ich?

Wir befassen uns mit den 8 gängigsten Routen:

E5

Oberstdorf/ Meran

140 km

Traumpfad

München/ Venedig

520 km

L1

Garmisch/ Brescia (IT)

400 km

GTA

Grießpass(CH)/ Ventimiglia

1.000 km

München-
Gardasee

München/ Gardasee

550 km

Via Alpina: Gelber Weg

Oberstdorf/ Trieste

800 km

Ostbogen der Via Alpina: Roter Weg

Oberstdorf/ Trieste

800 km

Alpe Adria Trail

Großglockner/ Muggia

650 km

Quelle: http://www.alpenquerung.info/Alpenueberquerung

 

Dieser Tabelle ist schon recht gut zu entnehmen, welche Tour für dich die Richtige ist! Gehst du das erste Mal, ist ganz klar, welche Tour du nehmen solltest! Die „einfachste“ Route! Sie ist nämlich auch sehr anspruchsvoll und fordert viel mentale Stärke. Die E5 eignet sich perfekt zu Starten!

Gehe ich alleine oder in Begleitung?

Je nachdem, welchen Weg du nimmst und wie erfahren du bist. Sehr erfahrene Wanderer gehen oftmals auch in Begleitung, da immer und überall ein Unfall passieren kann. In diesem Falle ist es wichtig, dass man schnell Hilfe bekommt und versorgt wird! Also, wenn`s nach mir geht: JA! Unbedingt in Begleitung! Dazu kommt auch noch, dass man sich das Gepäck teilen kann. Die Grundausrüstung trägt jeder bei sich. Gegenstände wie Gasgriller oder anderes braucht man maximal einmal in der Gruppe! Für die schwierigeren Etappen empfehle ich dir auf jeden Fall mit mindestens zwei weiteren Begleitern zu gehen!

Zu beachten ist auch, dass jeder in der Gruppe ungefähr auf dem gleichen Leistungsstand steht, da ansonsten die „Stärkeren“ oft warten müssen und die „Schwächeren“ sich wegen dem Leistungsunterschied schnell überfordert fühlen. Das schlägt sich allgemein auf die Stimmung der Gruppe und sorgt für ein weniger tolles Alpenerlebnis!

Welche Ausrüstung brauche ich?

Zum Anfang ist zu sagen, dass man ja nicht an der Qualität sparen sollte! Gute Ausrüstung kostet Geld. Ihr werdet die Ausrüstung auch nicht nur einmal benutzen, sondern behaltet sie für viele weitere Wanderungen! Tut euch selbst einen gefalle und lasst euch über die richtige Ausrüstung beim Fachmann im Sportgeschäft beraten! Die wissen bei solchen Angelegenheiten genauestens Bescheid, da sie selbst mit großer Wahrscheinlichkeit auch schon eine Weitwanderung bestritten!

Wichtig sind:

  • Ski- oder Wanderstöcke
  • zwei Garnituren Kleidung, eine waschen bzw. trocknen, während die andere getragen wird. Am besten Funktionswäsche
  • Handschuhe & eine Mütze
  • geeignete Sonnenbrille
  • Kompassuhr inkl. Höhenmesser, Schrittzähler, GPS
  • geeignete Karten
  • ein Erste-Hilfe-Set
  • Kosmetik-Artikel (Zahnbürste & -pasta, usw)
  • Stirnlampe
  • große Flasche Wasser 1-2 l
  • Wasserentkeimung/-filterung
  • Verpflegung für den Tag
  • Alleskleber
  • Auslands-Reisekrankenschein (bei Wanderungen ins Ausland)
  • Ausweise & Papiere (Gültigkeit überprüfen!)
  • Draht
  • Feuerzeug oder Streichholz
  • Fiebertabletten
  • Geld
  • Halstuch (bei Bedarf)
  • Taschentücher
  • Handtuch
  • Handy oder Funkgerät
  • Isomatte
  • Kohletabletten
  • Kordel
  • kurze Hose (bei Bedarf)
  • Moskitonetz für Biwak (bei Bedarf)
  • Mückenabwehr
  • Mückenstichgel
  • Müllsack
  • Nähzeug
  • Peilsender ( bei Bedarf)
  • Regenschutz
  • Riemen & Schnallen (am Rucksack angebracht)
  • Rucksack (sehr leicht, mit Möglichkeit zur Anbringung von Riemen)
  • Schlafsack
  • Schmerzmittel
  • Schreibzeug & Papier
  • Seife
  • Sicherheitsnadeln
  • Signalpfeife
  • Wandersocken
  • Sonnenbrandgel
  • Sonnenschutzmittel
  • Salben (zur Muskelentspannung, Hirschtalg, Blasengel + Pflaster)
  • Spülschwamm
  • Taschen- oder Schweizer Messer
  • Becher
  • Telefonkarte & -nummern
  • Toilettenpapier
  • Vitamin-/Mineralientabletten
  • Wanderschuhe und Bergschuhe
  • Zelt
  • warme Fleecejacke/Pullover (bei Bedarf)
  • Wollmütze (bei Bedarf)

 

Zusätzliche Grundausrüstung je Gruppe

  • Führerliteratur und andere Literatur zum Wandergebiet (evtl. heraus kopieren, Gewicht!)
  • Gute Wanderkarte 1:25 00 (zur Not oder bei Weitwanderungen auch 1:50 000 sinnvoll), keine Kompass-Karte!
  • GPS (eventuell)
  • Höhenmesser
  • Kompass
  • Mobiltelefon
  • Nähzeug
  • Rettungsdecke oder Biwaksack
  • Rucksackapotheke
  • (Hansa-/Leukoplast, Verbandpäckchen, Mullbinde, elast. Binde, Schmerzmittel, Desinfektionsmittel, Sicherheitsnadeln, Kreislaufmittel, Fußbalsam, Sportsalbe, Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche, Berberil, Husten- oder Halsbonbons, …)
  • Schnürsenkel
  • Signalpfeife
  • Taschen- oder besser Stirnlampe

Bei der Ausrüstung ist auch unbedingt zu beachten, dass du nicht mehr als 8 bis maximal 10 kg Gewicht am Rücken mitschleppst! Warum nicht? Das Gepäck wird gefühlt immer schwerer und schwerer und und ist maßgebend für die fortschreitende Geschwindigkeit verantwortlich. Plane auch einen Leistungsabfall in der Zeitplanung ein. Du wirst am 7. Tag nicht so viele Kilometer wie am ersten schaffen 😉

Meine gute Freundin, Christiane teilte mir mit, das wichtigste sind die Schuhe und Hirschtalg. Dadurch hatte sie keine einzige Blase an den Füßen.

 

Bald sehen wir uns wieder.

 

Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß und immer schön stylisch bleiben, meine lieben Alpenstyler ;)

 

Bitte schreibe mir dazu auf Facebook oder direkt per Mail unter info@alpenstyler.at.


Hinterlasse einen Kommentar


Bitte beachten, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen